War es das? War die 36. Auflage des Fests der Füße die letzte Veranstaltung in der langen Tradition von Volks-und Wandertagen in Hemeln? (Die Gründe werden am Ende dieses Artikels erläutert)

Am Sonntag, dem 20. September, kamen jedenfalls noch einmal 517 Sportler an die Weser nach Hemeln. Auch Thorsten Raulfs vom MTV Wangelnstedt war einer von ihnen.

Das Fest der Füße, das, wie in den vergangenen Jahren auch, von der Jugendfeuerwehr Hemeln ausgerichtet wurde, verabschiedete sich von den Aktiven mit einem reichhaltigen Angebot von Lauf-und Wanderstrecken. Zur Auswahl standen für die Läufer die Strecken über 6 km, 10 km und 21,1 km, allesamt Wertungsläufe zum Südniedersachsen-Cup. Weiter im Angebot waren ein 300 m Kinderlauf und diverse Schülerläufe über 600m bis 2000m. Für die Freunde des Nordic Walking standen eine 6 km und eine 8,5 km Strecke zur Auswahl.

Der erste Startschuss des Tages fiel um 9.30 Uhr. Es war nebelig und das Thermometer zeigte 14 Grad. Die Läufer des Halbmarathons, unter ihnen auch Thorsten Raulfs, starteten unter wohlwollenden Applaus. Die Strecke über 21,1 Kilometer führte durch den Naturpark Bramwald und ist auf den ersten zwei bis drei Kilometern noch relativ flach. Aber danach ist Schluss mit lustig! 280 Höhenmeter müssen auf den nächsten sechs Kilometern überwunden werden. Ab Kilometer zwölf ist es dann endgültig geschafft, von jetzt an geht bis zum Ziel in Hemeln fast nur noch bergab.

Thorsten ging seinen Lauf ruhig und entspannt an. Die ersten zwei Kilometer lief er einen 4:30 Minuten Schnitt. Das war flott, aber nicht zu schnell. Der Berg kam ja erst noch. Die 10 km-Marke überlief er in etwa 51 Minuten. Doch oh Schreck, jetzt meldete sich seine Bandscheibe! Thorsten lief unter Schmerzen weiter. Seine Rückmuskulatur verspannte in der Folge immer mehr. Er nahm das Tempo heraus und hatte den Lauf fast schon abgehakt. Doch noch ging es weiter. Schließlich erreichte er in 1:44:20 Stunden das Ziel. Trotz seiner Rückenprobleme war das keine schlechte Zeit. In seiner Altersklasse M35 belegte er damit den 3. Platz und durfte sich über einen Platz auf dem Treppchen freuen.

Auch Dirk Goebel war vor Ort. Er musste aber, wie schon letzte Woche in Hann. Münden, nach dem Einlaufen aufgeben. Seine Wadenprobleme lassen zurzeit keinen Start zu.

Nun noch die Gründe für das wahrscheinliche Aus des Volks-und Wandertages in Hemeln (Auszug aus der Hessischen Niedersächsischen Allgemeinen vom 22. September 2009 von Per Schröter):

Das Hemelner Fest der Füße ist Geschichte. Die 36. Auflage der traditionsreichen Lauf- und Wanderveranstaltung, … war gleichzeitig auch die letzte. „Ich habe vor drei Jahren angekündigt, dass für mich nach der zehnten Veranstaltung unter meiner Regie Schluss ist“, sagte Organisator Jörg Seefried von der Hemelner Jugendfeuerwehr. Da sich jedoch trotz intensiver Suche seither kein Nachfolger habe finden lassen, werde es künftig eben auch kein Fest der Füße mehr geben. Basta!
Der Entschluss Seefrieds, sich aus der Verantwortung zurückzuziehen, habe gleich mehrere Gründe. „Zum einen ist die Vorbereitung einer derart großen Veranstaltung mit sehr viel Arbeit verbunden“, sagt er. Diese sei nicht nur auf die Zeit unmittelbar davor beschränkt, sondern verteile sich auf das ganze Jahr. Zum anderen sei aber in den vergangenen Jahren auch nicht mehr alles so gelaufen, wie es sich Seefried gewünscht habe. Zeitgleich angesetzte Veranstaltungen wie der Mündener Bauernmarkt hätten dafür gesorgt, dass die Teilnehmerzahlen zurückgingen und nur noch ganz wenige Aktive nach dem Lauf noch in Hemeln geblieben seien, um dort bei Kaffee und Kuchen noch einen schönen Nachmittag zu verleben. Die Tatsache, dass am Sonntag dann trotz Einladung weder ein Vertreter der Stadt Münden noch des Landkreises erschienen sei, um den traditionellen ersten Startschuss zu geben, habe dem ganzen nur noch die Krone aufgesetzt. „Das zeigt mir, welch niedrigen Stellenwert unsere Veranstaltung dort hat.“…

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