Mit 8262 Teilnehmern verzeichnete der 65. Paderborner Osterlauf einen neuen Teilnehmerrekord. Rekordverdächtig waren allerdings auch die ungewohnten sommerlichen Temperaturen zu Ostern. Mehr als 25 Grad im Schatten zeigte das Thermometer. Sonne pur auf der Laufstrecke, dazu Pollen ohne Ende in der Luft. Da fiel es manchem Sportler schwer genügend Sauerstoff in seine Lungen zu saugen. Neue Streckenrekorde fielen unter diesen Bedingungen nicht.

Rolf Lohmann vom MTV Wangelnstedt hatte für die längste Osterlaufstrecke, den Halbmarathon, gemeldet. Doch die 21,1 Kilometer wurden für Rolf zur Hölle. Startzeit war um 15.00 Uhr. Die Hitze lag förmlich auf dem Asphalt
Rolf läuft nicht gern bei solchen Temperaturen, doch das war nicht das schlimmste an diesem Tag. Von Anfang an klagte Rolf über schwere Beine, doch dann kamen die Magenprobleme. Nach 2 Kilometern fühlte sich Rolf schon müder als nach seinem letzten Halbmarathon beim Hannover Airport Run. Doch Rolf hielt durch. Keine der Getränkestationen wurde ausgelassen. Zuschauer und Privatleute halfen mit Getränken und Gartenschläuchen am Streckenrand aus. Kühles Nass für die Läufer-und Läuferinnen. Schließlich überquerte Rolf die Ziellinie in 1:57:45 Stunden (Nettozeit: 1:57:03 Stunden) und war froh im Ziel zu sein. Trotzdem reichte es noch für den 37. Platz unter 68 Läufern seiner Altersklasse M55. Gut gekämpft, Rolf!

 

Bei den traditionellen Hauptläufen über 10 km und 21,1 km bestimmten die afrikanischen Läufer aus Kenia, Äthiopien und Uganda das Geschehen. Die Dominanz der Läufer-und Läuferinnen aus Afrika war einfach erdrückend. Von den 40 möglichen Top-Ten-Platzierungen der Hauptläufe beim ältesten Straßenlauf Deutschlands sicherten sich die Afrikaner 39! Gegen dieses afrikanische Lauffestival war kein Kraut gewachsen. Nur die für die LG Sieg startende deutsche Topläuferin Sabrina Mockenhaupt verhinderte den kompletten afrikanischen Erfolg. In 32:43 Minuten lief sie auf den 4. Platz der 10 km Damenkonkurrenz.
Daten und Ergebnisse zum 65. Paderborner Osterlauf:

Teilnehmer insgesamt: 8262 / Halbmarathon: 1332 / 10 km: 3329 / 5 km: 1327 / Grundschulkinder-Lauf: 928 / Kindergarten-Lauf: 857 / Walking: 118 / Inliner: 344 / Handbiker: 27
Ergebnisse Männer:
Halbmarathon (21,1 km): 1. Sammy Korir 1:03:16 Stunden, 2. Isaac Arusei 1:03:52, 3. Dickson Kimutai 1:04:04 (alle Kenia), …, 15. Manuel Mayer (TV Wattenscheid) 1:11:05 – bester Deutscher,…, 43. Jürgen Bartsch (Delligser SC) 01:28:16 – bester Kreis Holzmindener
10 km: Titus Mbishei (Kenia) 28:05 Minuten, 2. Thomas Ayeko (Uganda) 28:06 Minuten, 3. Jacob Cheshari (Kenia) 28:29 Minuten, …, 11. Andre Pollmacher (Düsseldorf) 29:26 Minuten – bester Deutscher,…, 53. Jörn Hesse (Delligser SC) 35:16 Minuten – bester Kreis Holzmindener
5 km: Dominik Roman Fabianowsky (LAZ Puma Troisdorf/Siegburg) 15:47 Minuten, 2. Christof Neuhaus (Marathon-Club Menden) 15:57 Minuten, 3. Philipp Reinhardt (SV Einheit 1875 Worbis) 16:16 Minuten, …, 39. Stefan Brüngel (PSV Holzminden) 18:58 Minuten – bester Kreis Holzmindener
Ergebnisse Frauen:
Halbmarathon (21,1 km): 1. Abebech Afework (Äthiopien) 1:12:45 Stunden, 2. Asha Roba Gigi (Äthiopien) 1:13:20 Stunden, 3. Susan Chepkemei (Kenia) 1:13:20 Stunden, …, 11. Natalia Quednau (LG Celle) 1:28:11 Stunden – beste Deutsche
10 km: Doris Changeywo 32:03 Minuten, 2. Ester Chemtai 32:11, 3. Emily Chebet Muge 32:41 Minuten (alle Kenia), 4. Sabine Mockenhaupt (LG Sieg) 32:43 Minuten – beste Deutsche
5 km: Lucienne Cramer (Laufladen Endspurt) 19:09 Minuten, 2. Gabriele Doert (PSV Holzminden) 19:40 Minuten – beste Kreis-Holzmindenerin, 3. Evy Hens (Belgien) 19:57 Minuten

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