Der Anlass um nach Berlin zu fahren, muss nicht immer ein Fußballspiel sein. Am 10. Mai 2009 fand der BIG 25 Berlin in seiner 29. Auflage statt. BIG 25 was soll das sein, wird so mancher sicherlich gerade denken. Nun, der BIG 25 Berlin ist ein Laufevent der besonderen Art. Das manifestiert sich schon im Hauptlauf, der eine Streckenlänge von 25 Kilometer aufweist. Sicher eine nicht alltägliche Distanz. Daneben werden noch eine 5 x 5 km Staffel, ein 10 km Lauf, sowie ein Kinderlauf über 2 km angeboten. Der BIG 25 Berlin wurde zum ersten Mal 1981 ausgetragen und wurde damals von den französischen Streitkräften organisiert. Zehn Jahre später übernahm dann der Berliner Leichtathletik Verband die Organisation. Aber erst in den letzten zwei Jahren, unter einer neuen Leitung, entwickelte sich der Lauf zu einem modernen Event. In diesem Jahr waren mehr als 9.800 Läufer aus 45 Nationen am Start. Einer der teilnehmenden Läufer in diesem Jahr kam aus unserem kleinen Ort, vom MTV Wangelnstedt, sein Name: Rolf Lohmann.

Gestartet wurde um 10.00 Uhr auf dem Olympischen Platz. Mit im Starterfeld waren eine Reihe von afrikanischen Laufgrößen, in der Mehrzahl wohl Kenianer, aber davon später mehr. Die Strecke verlief an der Siegessäule vorbei, über die Straße des 17. Juni, durch das Brandenburger Tor, die Friedrichstraße, dem Gendarmenmarkt, dem Potsdamer Platz, der Tiergartenstraße, vorbei an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, über den Kurfürstendam, am Funkturm vorbei, zum Ziel ins Olympiastadion.

Die Wetterbedingungen waren anfangs recht gut. Doch nach ca. einer Stunde war es mit diesen idealen Bedingungen endgültig vorbei. Schwül heiße Luft erschwerten das Laufen immer mehr. Nur in den Häuserschluchten blies manchmal ein kühleres Lüftchen, aber wenn, dann nur von vorn. Die Kenianer waren da fast schon im Ziel, aber Otto-Normal-Läufer gerade mal auf der Hälfte der Strecke. Rolf, der nicht gern bei diesen Bedingungen läuft, hielt sich recht wacker. Er wusste zwar schon recht früh, dass er seine Zeit aus dem letzten Jahr nicht mehr würde toppen können und fluchte auch ein wenig darüber, aber er lief trotzdem eine tolle Zeit. Die Halbmarathonmarke überquerte er in 01:47:39 Stunden. Wenn man das Stadion vor Augen hat, macht dass noch mal Kräfte frei, verriet er und der Einlauf ins Olympiastadion ist schon was Besonderes. Um ins Stadion einlaufen zu können, musste man allerdings erst mal wieder etwas bergan und halb um das Stadion herum laufen. Danach folgte der Einlauf über einen Tunnel durchs Marathontor hinaus auf die bekannte blaue Laufbahn des Olympiastadions, auf der jetzt noch eine halbe/dreiviertel Runde bis zum Ziel zurückzulegen waren. Das Stadiondisplay zeigte jeden Läufer überlebensgroß über den Köpfen der Zuschauer an. Im Ziel gab es nun noch die verdiente Erinnerungsmedaille. Rolf belegte in der Zeit von 02:07:49 Stunden einen guten 53. Platz in seiner Altersklasse M55. In seiner Altersklasse waren immerhin 260 Läufer am Start!

Aber auch die afrikanischen Läufer hatten zum Ende des Laufes offensichtlich ihre Schwierigkeiten mit dem warmen Wetter. Lange Zeit sah es im Männerrennen so aus, als ob die Kenianer, allen voran Matthew Koech, Fred Kosgei und der Marathon-Weltmeister Luke Kibet sogar den Welt-und Streckenrekord ihres Landsmannes Paul Kosgei aus dem Jahre 2004 brechen könnten. Am Ende wurde zwar der Weltrekord (01:12:45 Stunden) verpasst, doch reichte es wie im Frauenrennen, das die Kenianerin Peninah Arusei in 01:22:31 Stunden gewann, zu einer neuen Jahresweltbestleistung. Sieger wurde Matthew Koech in 01:13:22 Stunden vor Fred Kosgei (01:14:34 Stunden) und Luke Kibet (01:15:31 Stunden).

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, befand Rolf Lohmann.

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