Er kam, lief und siegte. MTVer Carsten Teiwes war der schnellste Läufer beim 10. Derentaler Löwenlauf, der am 09. Juni 2012 stattfand. Bei der größten Herausforderung des Tages, dem aus 4 Runden bestehenden und 10.000 m langen Lauf „König der Löwen“, bändigte er das Rudel der Konkurrenten und bekam als Lohn den Löwenanteil, genauer gesagt den Pokal des Gesamtsiegers. Zu Beginn des Rennes mit Stefan Brüngel (PSV Holzminden) und Ronald Werner (HLC Höxter) noch gemeinsam an der Spitze des Läuferfeldes auf Löwenjagd, konnte sich Carsten letztendlich, mutig sein Löwenherz in beide Tatzen nehmend, absetzen. Nach löwenstarken 36:37 Minuten erreichte Carsten im Ort der Löwenjäger das Ziel und gewann, ohne einen Schuss abgegeben oder etwas erlegt zu haben, die Löwenhatz. Stefen Brüngel sicherte sich in 37:51 Minuten den zweiten Platz. Dritter wurde Florian Lippenmeyer (WSV Beverungen) in 37:56 Minuten. Bei den Ladies siegte Katia Heckel (WBL Runners Derental) in 45:22 Minuten vor Larissa Scheidemann (Bevern) in 47:08 Minuten und Tabea Müller (BSV Herford) in 50:10 Minuten. Über die Distanz von 5.000 Metern  überquerte Achim Schaake (LAG Wesertal) als Erster in 18:17 Minuten die Ziellinie. Es folgten Thorsten Raulfs (PSV Holzminden) in 19:06 Minuten und Axel Czech (TSV Schloss Neuhaus) in 19:17 Minuten. Bei den Damen gewann Julia Schliephake (MTV Altendorf) in 23:08 Minuten das Rennen. Auf den Plätzen folgte Kerstin Drewes in 23:39 Minuten vor Rieka Wagemann in 24:31 Minuten (beide HLC Höxter).

Insgesamt zählte der 10. Derentaler Löwenlauf fast 300 Teilnehmer. Erstmals bekamen die Sportler für ihre Mühen eine extra für diese Veranstaltung geprägte Medaille überreicht. Bei der Tombola gab es wieder viele tolle Preise zu gewinnen. Der Hauptpreis war eine Reise zum Musical „König der Löwen“ in Hamburg!

Der Löwenlauf basiert auf der Löwenjäger Saga, nach der vor ca. hundert Jahren ein entsprungener Zirkuslöwe für Aufregung in Derental sorgte. Die Dorfbewohner sammelten sich in jenen Tagen und beschlossen das bösartige Tier zu jagen und zu erlegen. Doch so einfach war das damals nicht. Die Flinten waren schwer und die Wege beschwerlich. Der Löwe natürlich gefährlich. Die Jäger und Treiber bemühten sich redlich. Aber die derentaler Löwenjäger hatten einfach kein Jagdglück. Bis plötzlich der August (wer auch sonst?) den Löwen vor seine Flinte bekam und schoss. Er traf. Rasend schnell verbreitete sich die Nachricht über das tote Untier unter den Menschen, die eiligst herbeieilten, um den niedergestreckten König der Tiere zu bestaunen. Der August stand stolz in der Menge und nahm die Glückwünsche für seine Heldentat entgegen, bis man übereinkam und feststellte, dass dieser Löwe kein Löwe, sondern ein Bernhardinerhund war. Doch Vorsicht, liebe Leser-und Leserinnen, spottet besser nicht über die derentaler Löwenjäger. Es sei denn, ihr standet selbst einmal dem wilden furchterregenden Ungeheuer Aug‘ in Aug‘ gegenüber. Jedenfalls ziert der Löwe noch heute das Wappen von Derental.

Zum Schluss noch ein gutgemeinter Rat. Wenn ihr das nächste Mal in Derental lauft, dann denkt zurück an die wagemutigen Männer und Frauen von einst. Erinnert euch an die Löwenjagd, an das Abenteuer, den Nervenkitzel und … besser ihr schaut euch jetzt mal um – sofort! – Der Löwe blieb seinerzeit  verschwunden und wer weiß, vielleicht streift die Bestie noch heute durch die Wälder von Derental.

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