„Ich bin einfach gelaufen“, sagte der Sieger des 20. Hannover Marathon 2010 später im Ziel. Dabei wollte Yussuf Sangoka ursprünglich den Marathon in Wien laufen, doch die Beeinträchtigungen im Flugverkehr über Nord-und Mitteleuropa durch die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull machten eine rechtzeitige Anreise unmöglich. Dumm gelaufen, aber trotzdem alles richtig gemacht. Der Kenianer „buchte“ auf Hannover für den 2. Mai um und siegte über die 42,195 Kilometer in der neuen Streckenrekordzeit von 2:08:52 Stunden. Damit zertrümmerte er gewissermaßen die alte Rekordmarke von 2:10:47 Stunden, die sein Landsmann Kipkogei Ruto erst im letzten Jahr aufgestellt hatte. Die flache Streckenführung und das milde windarme Wetter mit Temperaturen um 16 Grad waren wie gemacht für schnelle Laufzeiten. So lief auch die ukrainische Läuferin Kateryna Stetsenko neuen Streckenrekord. Sie gewann die Damenkonkurrenz in 2:31:36 Stunden. Den absoluten Streckenrekord hält aber noch immer Claudia Dreher. Die Magdeburgerin gewann 1999 auf einer anderen Strecke durch Hannover in 2:27:55 Stunden.

Insgesamt gingen in den zwölf Wettbewerben dieser Veranstaltung 15.429 Läufer, Walker, Inlineskater und Handbiker an den Start, ebenfalls eine neue Rekordmarke. Dabei stellten die Halbmarathonläufer mit 6.010 Teilnehmern die größte Gruppe. Über die Distanz von 10 Kilometern fiel ein weiterer Rekord. Thomas Springer verbesserte die alte Bestmarke von Markus Pingpank aus dem Jahr 2002 auf 30:36 Minuten.

Doch nun zu den Läufern vom MTV Wangelnstedt. Hartmut Ahlbrecht und Rolf Lohmann starteten beiden über die Halbmarathondistanz und zeigten hervorragende Leistungen. Hartmut, der auch am Rennsteiglauf teilnehmen wird, lief ein sehr gutes Rennen. Mit einer Zeit von 1:51:16 Stunden war Hartmut um mehr als drei Minuten schneller als im Vorjahr (1:54:36 Stunden). Unter den 193 Läufern seiner Altersklasse M55 belegte er den 57. Platz. Rolf Lohmann benötigte für die 21,1 Kilometer sogar nur 1:48:53 Stunden, obwohl er im Vorfeld mit leichten Verletzungen zu kämpfen hatte. Erst zwei Wochen vor dem Starttermin fühlte er sich läuferisch wieder voll belastbar. Durch diese Unwägbarkeiten hatte er erst spät für den Wettbewerb gemeldet und musste mit einem Startplatz in der dritten Gruppe vorliebnehmen. Eine bessere Laufzeit wäre für Rolf sicherlich möglich gewesen. Doch durch das Gewühl und Gewusel in diesem Startblock verlor Rolf sicherlich einiges an Zeit. Trotzdem reichte es mit Platz 48 für die Top 50 in seiner Altersklasse M55.

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