Im Dunkeln ist gut laufen und nachts sind alle Läufer orange! Ziemlich verrückte Behauptung, oder? Sie glauben mir nicht? Ich rede durchaus kein Nonsens und nein, ein Straftraining der niederländischen Fußballnationalmannschaft ohne Flutlicht ist hier nicht gemeint. Die Rede ist vom Sportscheck Nachtlauf. Dem Laufevent in Hannover nach dem Marathon. Knapp 8000 Läufer-und Läuferinnen nahmen am Freitag, dem 17. September 2010, die Gelegenheit wahr, um die Landeshauptstadt im Flair der Nacht zu durchlaufen.

Rolf Lohmann vom MTV Wangelnstedt hatte, wie schon im letzten Jahr, für den Lauf über die 10 Kilometer gemeldet. Rolf lief damals phänomenal gute 45:03 Minuten. Doch an eine Wiederholung glaubte er in diesem Jahr nicht. Drei Wochen konnte Rolf krankheitsbedingt nicht trainieren. Nur in der Vorwoche zu diesem Großereignis war er im Stande einige leichte Läufe zu absolvieren.

Nichtsdestotrotz stand Rolf mit tausenden laufbegeisterten Menschen am Start in der Karmarschstraße. Alle Läufer-und Läuferinnen trugen das markante orangefarbene Laufshirt von SportScheck, das den jeweiligen Träger als Teilnahmeberechtigten auswies. Dann um 22.15 Uhr der Start zum 10 km Lauf. Das Teilnehmerfeld setzte sich Bewegung und ergoss sich in die abgesperrten Straßen der Innenstadt. Natürlich gab es hin und wieder Staus im Feld, doch aufhalten ließ sich davon niemand. Der gewaltige orangefarbige Läuferstrom drängte immer weiter vorwärts und wollte einfach nicht abebben.

Rolf ging seinen Lauf vorsichtig an, doch trotzdem machte sich alsbald seine rechte Wade bemerkbar. Die wechselnden Lichtverhältnisse und die unterschiedlichen Straßenbelege wie Kopfsteinpflaster, Verbundstein und Asphalt waren vielleicht der Grund dafür. Rolf stand den Lauf dennoch gut durch, nur auf eine Temposteigerung zum Ende hin musste er verzichten.

Der Lauf selbst war super. Die Stimmung an und auf der Strecke grandios. Der verwinkelte Kurs führte die Läufer-und Läuferinnen an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei, von denen viele farbig angestrahlt wurden. Ganz besonders fiel der festlich illuminierte Hauptbahnhof ins Auge. Die Teilnehmer wurden von 12.000 Zuschauern und mehren Samba-bzw. Musikbands angefeuert und motiviert. Rolf erreichte das Ziel als sechster seiner Altersklasse M55 und war von seiner Laufzeit positiv überrascht, hatte er doch eher mit einer 50iger Zeit gerechnet. Aber die digitale Messung wies 46:12 Minuten als Netto-Laufzeit aus. Eine klasse Leistung und das trotz der beschriebenen Probleme.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Fussball de
"Zum Weis