Nicht nur das Finale um den DFB-Pokal im Fußball und das Straßentheaterfestival in Holzminden prägten das Bild zu Pfingsten, sondern auch das herrliche Frühsommerwetter und vielleicht noch der 37. Pfingst-Volkslauf in Kollerbeck. Zwischen Höxter und Steinheim, nicht weit von Fürstenau entfernt liegt Kollerbeck. Ganz in der Nähe befindet sich die Abtei Marienmünster, ein ehemaliges Benediktinerkloster. Da die Laufwettbewerbe, die in Kollerbeck ausgetragen wurden, zum Hochstift Cup und zur Ostwestfalen-Lippe-Serie zählten, war ein großes Läuferinteresse garantiert. Das gute Wetter tat sein übriges dazu, obwohl am Sonntagmorgen zu den Startzeiten noch eine kühle Brise durch das Rehbergstadion wehte.

Dirk Goebel ging über die Kurzstrecke von 5,7 km an den Start. Nachdem das Läuferfeld das Rehbergstadion verlassen hatte, ging es zunächst eine kräftige Gefällstrecke herunter. Dirk lief in der Mitte des Feldes, konnte aber schon auf dem Weg nach unten einige Läufer überholen. Ihm war natürlich klar, obwohl er die Strecke nicht kannte, dass es auch wieder hinaufgehen musste. Es folgte ein eher ebenes Stück. Doch nachdem eine kleine Brücke überquert worden war, zeigte sich der wahre Charakter der Strecke. Es folgte die erste Steigung und im weiteren Verlauf blieb die Strecke recht wellig. Ein kleiner Bachlauf musste auch von den Läufern überwunden werden. Dirk konnte, nachdem er seinen Rhythmus gefunden hatte, weitere Läufer überholen. Leider konnte er beim Schlussanstieg zum Stadion zwei dieser Läufer nicht mehr hinter sich halten. Im Stadion spurtete noch weiterer an ihm vorbei, den hatte er einfach nicht kommen sehen. Letztendlich belegte er einen 8. Platz in der Gesamtwertung und einen 3. Platz in seiner Altersklasse M45 in der Zeit von 23:59 Minuten.

Thorsten Raulfs hatte sich für den Rudolf Rheker Gedächtnislauf über 21 km entschieden. Von Anfang an lief Thorsten im vorderen Feld mit. Auch er musste einen Bachlauf überqueren, zum Glück blieben seine Füße aber trocken. Nach ca. 6 bis 7 Kilometern ging es dann im Wald auf einem schmalen Weg bergauf. Die “Einheimischen“ nennen diesen Abschnitt “Indianerpfad“ und laufen ließ es sich auf ihm prima. Recht angenehm empfand Thorsten das Laufen im Schatten der Bäume, da die Sonne immer mehr an Strahlkraft gewann. Die ersten 10 km ging Thorsten recht schnell in 43:15 Minuten an. Bei Kilometer 12 führte die Strecke die Läufer durch einen bewaldeten Bereich in Sichtweite der Abtei Marienmünster vorbei. Es folgte bei Kilometer 15 eine recht schwierige Steigung von geschätzten 15%, gefühlt auch mehr. Es ging nur langsam voran. Thorsten lief zu diesem Zeitpunkt im Bereich von Platz 5 bzw. Platz 6. Doch nach dem siebzehnten Kilometer verlor Thorsten etwas an Schwung, seine Kräfte schwanden zusehends. Bei Kilometer 19 musste er seinem hohen Tempo Tribut zollen und ein kurzes Stück gehend zurücklegen. Während dieser Zeit zogen gleich vier Mitstreiter an ihm vorbei, doch dann ging es wieder weiter. Nach 21 Kilometern lief Thorsten als Gesamtzehnter über die Ziellinie. Seine Zeit war außergewöhnlich gut. Er brauchte für diese beschwerliche Strecke nur 01:34:46 Stunden, in seiner Altersklasse M35 war das der 4. Platz. Mit dieser top Laufzeit war Thorsten dann auch mehr als zufrieden und überraschte damit nicht nur seinen Vereinskameraden. Nach seinen gesundheitlichen Problemen aus dem Vorjahr darf man resümieren: Thorsten is back!

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