Ein Ausrufezeichen setzte Rolf Lohmann vom MTV Wangelnstedt im Rahmen des 30. Internationalen Usedom-Marathons am 05. September 2009 beim Lauf über die 21,1 km lange Halbmarathonstrecke. Bei einer wahren „Regenschlacht“ gelang es ihm, sich einen hervorragenden 5. Platz in seiner Altersklasse M55 bei der diesjährigen 19. Auflage des Usedom-Halbmarathons zu sichern. Trotz des heftigen Regens, Temperaturen um 11 bis 12 Grad und teilweise starken Windböen lief Rolf in 1:44:11 Stunden eine super Zeit.

Fast 600 Läufer-und Läuferinnen hatten für den traditionsreichen langen Kanten entlang der Küste von Swinemünde nach Wolgast und den zeitgleich in Wolgast startenden Halbmarathon gemeldet. Der Usedom-Marathon feierte in diesem Jahr Jubiläum. Zum 30igsten Mal fand er statt, auch wenn die Wetterbedingungen auf Deutschlands sonnenreichster Insel besser hätten sein können, so kamen doch Sportler aus fast allen Bundesländern. Außer den Läufern aus Polen waren auch Teilnehmer aus der Ukraine, Belgien, Norwegen, Österreich, Italien und den USA dabei.

Die Geschichte dieser Veranstaltung reicht weit zurück. 1979 wurde der erste Usedom-Marathon, zunächst noch als Freundschaftlauf betitelt, mit Start im polnischen Swinemünde ausgetragen. Damals, noch vor dem Fall der Berliner Mauer im Jahre 1989, durften die Schwierigkeiten für die Organisatoren immens gewesen sein. So dürften zunächst Armeeangehörige der DDR nicht zum Start nach Swinemünde. Aber auch in den moderneren Zeiten ging ohne Passkontrolle an der Grenze zu Polen bei der Einreise nichts. Bis 2004 war dieser Marathon der einzige, der die deutsch-polnische Grenze überquerte. Heute ist der Usedom-Marathon ein Beispiel für die guten nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Polen und Deutschland. Seit 1990 wird auch der Halbmarathon ausgetragen.

Die Strecken des Marathons und des Halbmarathons zeichnen sich durch ein welliges Profil aus. Die Halbmarathon-Strecke verläuft nach ihrem Start im Wolgaster Peene-Stadion durch die Altstadt über die Peene-Brücke auf die Insel Usedom. Vorbei an der Peene-Werft geht es zu den kleinen Orten Neeberg, Ziemitz und Sauzin im ländlichen Hinterland der Insel. Danach geht es wieder zurück über die Peene-Brücke nach Wolgast ins Stadion.

Auf und entlang der Strecke gab es natürlich allerhand zu sehen und zu erleben. So traf Rolf Bekannte aus dem letzten Jahr, die es sich daraufhin nicht nehmen ließen, ihn auf verschiedenen Streckenabschnitten anzufeuern. Rolf entging außerdem nur knapp einem Sturz und das kam so. Rolf lief unmittelbar hinter einem Läufer her, der von einer Radfahrerin begleitet wurde. Plötzlich löste sich vom Gepäckträger der Dame ein Behälter mit Utensilien und fiel ihm geradewegs vor die Füße. Rolf konnte zwar ausweichen und um das Hindernis herumlaufen, doch stieg die Radlerin, die das Missgeschick bemerkt hatte, unglücklicherweise genau zu der Seite ab, zu der Rolf ausgewichen war. Gerade noch rechtzeitig konnte er einen Zusammenprall verhindern. Aber alles in allem war Rolf mit seiner Leistung beim diesjährigen Halbmarathon hoch zufrieden.

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