Der MTVer Hartmut Ahlbrecht startete am 8. Mai 2010 beim 38. GutsMuths-Rennsteiglauf. Der Rennsteiglauf ist mittlerweile auch für Nichtsportler ein Begriff. Er begeistert Jahr für Jahr tausende Langstreckenfreunde von nah und fern. Sportler aus 31 Ländern nahmen in diesem Jahr teil. Insgesamt knapp 15.000 Teilnehmer zählte der Veranstalter. Die Faszination am wohl größten Landschaftslauf Europas ist weiterhin ungebrochen. Der PSV-Holzminden hatte eine Busfahrt zu diesem außergewöhnlichen Laufevent organisiert. Freie Plätze waren alsbald durch interessierte Läufer aufgefüllt. Auch Hartmut Ahlbrecht vom MTV Wangelnstedt nahm das Mitfahrangebot gerne an.

Der GutsMuths-Rennsteiglauf ist ein Volkslauf für den Freizeit-und Hobbyläufer. Hier werden weder Antrittsgelder noch Preisgelder gezahlt. Profis sind also Mangelware. Trotzdem genießt dieser Lauf auf dem Rennsteig durch den Thüringer Wald einen Kultstatus. Liegt das vielleicht an der perfekten Organisation oder an der genialen Stimmung an und auf dem Kammweg? Am phänomenalen Empfang im Ziel? An der wunderschönen einmaligen Landschaft? An der familiären Atmosphäre? Dem unvergleichlichen rennsteigtypischen Haferschleim als Sportlernahrung? An den Kloßpartys der Startorte? An der abschließenden Läuferparty? Am Gemeinschaftsgefühl der Teilnehmer auf den überaus beschwerlichen Strecken? An den langen Distanzen? Am Geist von Christoph Friedrich GutsMuths, dem Namenspatron des Laufes oder doch am unberechenbaren Rennsteigwetter? Wahrscheinlich von allem etwas, die Mischung macht‘s!

Der Zielort aller Laufwettbewerbe war der Sportplatz von Schmiedefeld am Rennsteig im Thüringer Wald. Schmiedefeld ist ein Ort mit ca. 2000 Einwohnern und liegt in 700 m Höhe, umgeben von ausgedehnten Fichtennadelwäldern. Der Supermarathon wurde in Eisenach auf dem Marktplatz auf 210 m Höhe gestartet. 72,7 Kilometer und insgesamt 1490 Höhenmeter bergauf und 989 Höhenmeter bergab wollten dabei bewältigt werden. 1858 Läufer-und Läuferinnen standen in diesem Jahr diesen äußerst schweren Lauf bis ins Ziel durch. Beim 43,5 Kilometer langen Marathon mussten 667 Höhenmeter bergauf und 736 Höhenmeter bergab überwunden werden. 2810 Laufbegeisterte schafften diese Strecke, die in Neuhaus am Rennweg ihren Anfang nahm. Das Ziel des Halbmarathonlaufes erreichten 5952 Teilnehmer. Dessen Start fand zuvor in Oberhof statt. Dabei ging es 282 Höhenmeter bergauf und 391 Höhenmeter bergab. Neben den Laufstrecken wurden Routen von 17, 35 und 50 Kilometern für Nordic Walker und Wanderer angeboten. Weitere Wettbewerbe im Programm waren der Juniorcross und der Special Cross, ein besonderer Lauf für Menschen mit geistiger Behinderung.

Hartmut hatte für den Halbmarathon gemeldet und machte gleich am Morgen Bekanntschaft mit dem launenhaften Rennsteigwetter. Temperaturen um 2 Grad Celsius zur Startzeit um 7.30 Uhr. Dazu Nebel auf dem ersten Streckenabschnitt und gelegentlich Pfützen, die vom Dauerregen der Vortage zeugten. Die Strecke war nichtsdestotrotz gut belaufbar. Dennoch hieß es die Augen auf zu machen und den Blick nach vorn zu richten, um gegebenenfalls Wurzeln, Steinen und Geröll auszuweichen. Hartmut ging sein Rennen langsam an, da er vor der schwierigen Strecke gewarnt worden war. Doch alle Vorsicht war unbegründet. Hartmut hatte am Schluss noch reichlich Power und hätte sicherlich eine bessere Zeit erzielt, wenn er schneller angegangen wäre. So aber war er mit seiner Laufzeit von 2:04:01 Stunden nicht ganz zufrieden. Dessen ungeachtet belegte Hartmut einen beachtlichen 150. Platz in seiner Altersklasse M55 unter 375 Mitstreitern.

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